Franziska Auer feiert 90

Die langjährige Messnerin in Weißenbach feiert ihren 90. Geburtstag

Frau Auer, wie sind Sie Mesnerin geworden?

Ich habe schon mit meinen Eltern bei der Kirchenarbeit geholfen. Meine Eltern waren bereits Mesner in Weißenbach und verrichteten neben den Mesner- Tätigkeiten viele andere Arbeiten rund um die Kirche wie Schneeschaufeln, Mäharbeiten und Blumenschmücken. Nach dem Tod meiner Eltern im Jahr 1990 habe ich den Mesnerdienst ganz übernommen.

Seit Bestehen der Kirche sind sie mit der Mesnerarbeit verbunden – was möchten sie uns im Rückblick dazu sagen?

Ich habe meine kirchliche Arbeit immer aus Liebe zu Gott gemacht. Dieser Satz ist mir ganz wichtig! Nach dem Tod meiner Eltern, übernahm ich vollständig diese Arbeit und betreute mit ganzem Herzen die Kirche. Ich habe noch mit meinen Eltern mit Pfarrer  Franz Fastl zusammengearbeitet, dann über drei Jahrzehnte mit Pfarrer Josef Schmidt und jetzt schon fast 10 Jahre mit Pfarrer Andreas Fischer.

Was war manchmal mühsam?

Das Schneeschaufeln im Winter. Schon in der Früh vor dem Aufsperrender Kirche, musste der Schnee wegeräumt werden. Ich machte das immer ordentlich und sauber, weil sonst der Restschnee eisig wurde und dann auch noch gestreut werden musste, damit niemand ausrutschte.Mühsam war auch teilweise das Bereitstellen des Blumenschmucks, weil in der dunklen Kirche die Blumen oft nur ein paar Tage gehalten haben. Ich habe für die Blumendekoration Blumenstöcke hinter unserem Haus auf dem gepachteten Gemeindegrund  gepflanzt, woraus schon eine ganze Blumenwiese entstanden ist. Im Herbst räume ich alle Blumen weg, damit dem Skiliftbetrieb nichts im Wege steht.

Frau Auer, was möchten Sie uns noch sagen?

Dass wir froh sind, in Weißenbach eine eigene Kirche zu haben. Früher hatten nicht viele Bewohner ein Auto, um nach Liezen zum Gottesdienst zu fahren. Das hat sich erst im Laufe der Zeit geändert. Die Kirche gehört einfach in unser Dorf und wir haben eine gute Gemeinschaft. Was mir Sorgen bereitet, ist dass unsere Kirchengemeinschaft immer kleiner wird, weil die „Jungen“ heutzutage  andere Interessen haben und die Sonntagsgottesdienste dadurch nicht besuchen. Über die MinistrantInnen- Arbeit in unserer Gemeinde bin ich froh, weil wir dadurch bei allen Messen MinistrantInnen haben, die gerne ihren wichtigen Dienst machen.

 

Liebe Frau Auer ich danke Ihnen für ihren großen Einsatz und für das Gespräch. Alles Gute, viel Gesundheit und vor allem Gottes reichen Segen!    Gerhard März



Grüß Gott auf unserer Website! Wir verwenden Cookies, um die Bereitstellung unserer Inhalte und Services zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen

OK